15 Dinge, die man als Tourist in Paris nicht tun sollte

geschrieben von am 03.04.2019 in Wissenswertes/ Tipps mit 39 Kommentare

15 Dinge, die man als Tourist in Paris nicht tun sollte. Ich habe in diesem Beitrag einmal 15 Dinge zusammengefasst, die ihr als Tourist in Paris eher vermeiden solltet. Einige davon sind gute Ratschläge, die auf meiner jahrelangen Paris-Erfahrung basieren, andere wiederum verbuche ich unter Benimmregeln für Touristen in Paris. Diese können in bestimmten Situationen ganz schön hilfreich sein, damit ihr keinen unnötigen Ärger während eures Urlaubs in Paris auf euch zieht! Des Weiteren enthält der Artikel Informationen zu Touristenfallen in Paris. Denn ich finde, dass es besser ist, vorher schon einmal davon gehört zu haben, als vor Ort unvorbereitet direkt hineinzutappen!

Tourist in Paris: 15 Dinge, die man in Paris vermeiden sollte

1. Mit dem Auto nach Paris fahren

Parken in Paris

… ist definitiv keine gute Idee. Der Verkehr im Pariser Stadtzentrum ist unglaublich dicht und lange Staus gehören zur Tagesordnung. Zudem gibt es in Paris kaum freie Parkplätze. Wenn eure Unterkunft also keinen eigenen Parkplatz hat, dann kann die Parkplatzsuche in Paris ganz schön kompliziert werden. Denn Parkplätze in Paris sind Mangelware und mittlerweile fast durchweg kostenpflichtig. Ehe ihr euch verseht, hat eines der sehr flinken Abschleppautos euer Auto wortwörtlich aus dem Verkehr gezogen. Die einzige Alternative sind überteuerte Parkhäuser oder die Anreise per Bahn oder Flugzeug.

2. Fußgängerwege überqueren, ohne vorher nach links und rechts zu schauen

… ist in Paris schlichtweg lebensgefährlich. Denn hier gibt es zwar genauso wie bei uns an vielen Ecken Fußgängerüberwege, nur haben diese in Paris eine völlig andere Funktion. In Deutschland dienen sie dem gefahrlosen Überqueren von Straßen, in Paris lediglich als Dekoration. Bitte also immer erst schauen, bevor ihr die Straße überquert, denn ein Pariser Auto bremst vor Fußgängerüberwegen in der Regel nicht!

3. Auf den Klappsitzen sitzen bleiben, wenn es voll wird in der Metro

… ist nach Aussagen vieler Pariser Einwohner eine Unart, die sie vor allem bei Touristen bemerken. Damit ihr den Ärger und die bösen Blicke der eh schon gestressten Pariser Bevölkerung nicht auf euch zieht, lautet die Devise: wenn die Metro voll wird, dann werden die Klappsitze nicht benutzt.

4. Zur Rush Hour mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren

…lässt jegliches Urlaubsfeeling sofort verpuffen. Die Metro fährt zwar alle 2 bis 3 Minuten, dennoch ist sie brechend voll. Wer also keinen stressigen Urlaub in Paris verbringen möchte, dem empfehle ich, die Metro morgens, wenn alle Pariser Bewohner zur Arbeit fahren und abends, wenn sie wieder in ihre Vororte zurückkehren, nicht zu nutzen. Besser ist es, Paris in dieser Zeit zu Fuß zu erkunden.

5. Auf Rolltreppen auf der linken Seite stehen

… ist in Paris nicht zu empfehlen. Denn auf Rolltreppen steht man generell rechts. Links laufen die gestressten Leute vorbei, die keine Zeit haben, einen Zug noch rechtzeitig bekommen müssen oder mal wieder viel zu spät zum vereinbarten Treffen unterwegs sind. Touristen, die dennoch links stehen und somit den Verkehr aufhalten, werden mit einem unfreundlichen PARDON aufgefordert, sich wieder auf der rechten Seite einzugliedern.

6. Shoppen gehen auf den Champs-Elysées

Champs Elysees Triumphbogen

…habe ich mal als Vorschlag für Touristen in einem Reiseführer über Paris gelesen. Da bin ich aber ganz anderer Meinung! Die Champs-Elysées ist eine der teuersten Straßen von Paris und zudem total überlaufen. In Paris kann man wirklich gut shoppen, wie beispielsweise in der rue de Rivoli oder der rue de Rennes auf der Rive Gauche, oder noch besser in den Vierteln Montmartre und Marais, aber definitiv nicht auf der Champs-Elysées.

7. Beim Bezahlen aufrunden

… so etwas gibt es nur in Deutschland. In Frankreich bezahlt man im Café zunächst den Betrag, so wie er auf der Rechnung steht und lässt das Trinkgeld, sofern man welches geben möchte, anschließend auf dem Tisch liegen.

8. Sich ohne zu fragen an einen Tisch setzen

… wird in Pariser Restaurants gar nicht gerne gesehen. Wenn ihr in einem guten Restaurant in Paris essen gehen wollt, dann wartet ihr am besten zuerst einmal am Eingang des Restaurants, bis euch einer der Kellner einen Tisch zuteilt. Touristen, die ohne ein Hallo an den Tisch eines Restaurants stürmen, sind von vornherein ungebetene Gäste. Das werden euch die Kellner dann auch spüren lassen!

9. Mit dem Smartphone in der Nähe von Metrotüren spielen

… ist definitiv keine gute Idee, wenn man sich mal die Zahlen der Diebstähle von technischen Geräten in der Metro ansieht. Jeden Tag werden unzähligen Fahrgästen die Smartphones in der Metro aus der Hand gerissen. So schnell könnt ihr gar nicht gucken, da hat euer Handy bereits den Besitzer gewechselt, während ihr noch geschockt in der Metro sitzt und die Türen sich gerade schließen.

10. Sich in einem Porträt von illegalen Malern auf dem Place du Tertre verewigen lassen

Place du Tertre in Montmartre

… ist in einigen Fällen herausgeschmissenes Geld. Nicht jeder Maler, der auf dem Pariser Künstlerplatz in Montmartre arbeitet, tut dies legal. Bei den Porträtisten, die ihre Staffelei auf dem Platz aufgestellt haben, könnt ihr euch guten Gewissens malen lassen, alle anderen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen, da ihr künstlerisches Können teilweise sehr zu wünschen übrig lässt.

11. Auf Listen unterschreiben

…die einem meist von Frauen unter die Nase gehalten werden, solltet ihr auf keinen Fall tun. Nach der Unterschrift verlangen sie Geld und es kann gut sein, dass sie euch, ohne dass ihr es merkt, euer Hab und Gut mit geschickten Ablenkungsmanövern während ihr für einen angeblich guten Zweck unterschreibt, aus der Tasche klauen.

12. In Montmartre den Zeigefinger ausstrecken

…kostet Geld. Denn das ist Teil einer Masche echt nerviger Typen unterhalb von Sacré Coeur in Montmartre, die Touristen bedrängen und anschließend dafür auch noch Geld verlangen. Sie stürmen meist mit den Worten „Excuse me“ auf unwissende Touristen zu und fordern sie auf, den Zeigefinger auszustrecken. In wenigen Sekunden baumelt ein Bindfaden am Finger, der dann zu einem Armband geflochten wird. Man kann nicht flüchten und muss das Band am Ende auch noch kaufen. Vorsicht, unschöne Touristenfalle!

13. Fotoapparate, Handys und andere Wertgegenstände auf Terrassen von Cafés und Restaurants auf den Tisch legen

Café vor dem Musée d'Orsay

… ist wie eine Einladung zum Diebstahl. Wenn ihr samt Fotoapparat und Handy auch wieder nach Hause fahren wollt, dann behaltet diese Gegenstände immer gut bei euch und legt sie nie sichtbar und für alle zugänglich auf den Tisch. Dies gilt vor allem für Terrassen.

14. Am 14. Juli nach Paris kommen und die Stadt besichtigen wollen

…ist eine ganz schlechte Idee. Dann gesellen sich zu den eh schon vielen Touristen in dieser Jahreszeit auch noch die Franzosen hinzu, die an ihrem Nationalfeiertag die Militärparade und das abendliche Feuerwerk in Paris bewundern möchten. Die Metro ist dann dermaßen verstopft, dass man es meist gar nicht erst aus der Metro hinaus an die Oberfläche schafft. Wählt lieber einen der 364 verbleibenden Tage für euren Urlaub in Paris!

Feuerwerk in Paris

15. Zu Silvester mit riesigen Erwartungen nach Paris fahren

… birgt meist einige Enttäuschungen. Denn in Paris gibt es zu Silvester kein Feuerwerk! Die Champs-Elysées sind verstopft und die Tage nach dem Neujahrsanfang sind Bauarbeiter damit beschäftigt die kaputten Fensterscheiben zu ersetzen. Definitiv nicht empfehlenswert!

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39 Leser-Kommentare

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  1. Luigi P. sagt:

    Hallo Denise. Tolle Arbeit, diese Seite. Ich habe sie leider erst lange nach unserer Reise entdeckt und kann jetzt nur noch schmunzelnd bestätigen, was du schreibst… Ich bin Lehrer und habe sogar auf deine Seite zurückgegriffen, als ich mit meinen Schülern Stadtgeografie am Beispiel von Paris angeschaut habe! Hoffe, es stimmt alles, was du so schreibst 😉

    Das mit dem Trinkgeld macht man tatsächlich auch in anderen südwesteuropäischen Ländern so: Zuerst Rückgeld annehmen, dann Trinkgeld liegen lassen. Aber bitte nicht nur 1-Cent-Stücke. Trotz Wirtschaftskrise wird sich so manch stolzer Franzose (Spanier, Italiener,…) sonst beleidigt fühlen.

    Ich wünsche dir alles Gute und danke vielmals für deine Bemühungen, unser Leben etwas einfacher zu machen.

  2. Jenny sagt:

    Hallo Denise,
    Ich bin ab morgen in Paris. Wäre es also keine gute Idee jemanden zu fragen ob er ein Bild von uns macht?

    • Denise von helptourists sagt:

      Hallo Jenny, ich sehe seit letztem Jahr ganz viele Paris-Besucher mit einer Selfie-Stange fürs Handy oder den Fotoapparat 🙂 Da hat sich das Problem mit den Fotos erledigt. Wenn ihr jemanden fragt, dann am besten andere Touristen. Schaut sie euch vorher kurz an und wenn sie vertrauensvoll aussehen, ist das in der Regel kein Problem 🙂

  3. Nicole sagt:

    Bin geborene und eingefleischte Berlinerin! Die Rolltreppenregel hat sich hier längst aufgelöst. Es weiß ehrlich kein Mensch mehr, auf welcher Seite man stehen muss und auf welcher Seite man gehen kann. Muss man halt manchmal Slalom laufen. Stört aber nicht!

  4. Norbert sagt:

    Hallo,
    wir werden im August für 7 Tage in Paris sein. Ich habe mir schon für meine Kamera eine Packsafe-Tasche bestellt;)
    Wir werden wohl ziemlich viel mit der Metro unterwegs sein und uns einen Paris-Visite-Pass zulegen. Ich habe gelesen, dass die Taxis in Paris nur max. 3 Personen mitnehmen, da hätte ich mit meiner Familie (4 Personen) wohl schlechte Karten oder gibt es eine Möglichkeit, doch mit vier Leuten z. B. spätabends mit dem Taxi (außer man nimmt sich zwei Fahrzeuge) ins Hotel zu kommen? Ich denke da an einen nächtlichen Besuch beim Louvre (Pyramide) und dann die Fahrt zurück ins Hotel.

    • helptourists sagt:

      Hallo Norbert, Taxifahrer in Paris sind manchmal etwas seltsam. Es gibt viele, die nur drei Personen mitnehmen, weil sie keine Person vorn auf dem Beifahrersitz haben möchten. Es gibt aber auch Ausnahmen, die vier Personen befördern. VG, Denise.

  5. Maxe sagt:

    Das Diebstahlrisiko kann ich nur bestätigen, mir ist letztes Jjahr mein Handy auf dem Platz vor dem Hotel de Ville gestohlen worden. Ich hatte es -kaum sichtbar- in der Brusttasche meines Poloshirts gesteckt, auf dem Platz rannten mehrere Zeitungsverkäufer herum, einem konnte ich nicht ausweichen, der mir dann mit seinen Zeitungen unter der Nase herumfuchtelte und dabei wohl mein Handy klaute, ich merkte dies zwar relativ schnell, aber er hatte es bereits an einen anderen weitergegeben, so dass man ohne körperliche Gewalt nicht weitergekommen wäre, Polizei war nicht vor Ort.

    Ohnehin darf man keine Hilfe von der Polizei erhoffen, welche auch schwierig zu finden war. Das nächstgelegene Commissariat de police zwei Straßen weiter war nicht zuständig und verwies an den Poste de police an der Metrostation Les Halles. Dort händigte man mir ein mehrseitiges zweisprachiges Formular (Declaration de vol) aus, welches ich ausfüllte und der Polizist jede Seite abstempelte und mir zurückgab, ohne es kaum gelesen oder sich eine Kopie gemacht zu haben. Ist halt für die Versicherung.

    Man kann nicht genug aufpassen – beim nächsten Besuch von Frankreich und Paris.

  6. Jemima sagt:

    Hallo Denise,
    erst einmal danke für diesen tollen Blog je mehr ich lese desto mehr freue ich mich auf meinen Trip nach Paris, ist echt klasse was du hier auf die Beine gestellt hast 🙂
    Ich hab eine kleine Frage zum Tipp 8 gilt das generell für Cafe´s und Restaurant´s oder nur für Restaurants, macht man da einen Unterschied?
    Vielen Dank für diesen Post 😀
    Liebe Grüße
    Jemima

  7. Hans L. sagt:

    Hallo, Denise! Erst mal: Klasse Site!
    Dann meine Frage: bin schon Mitte 50 und komme demnächst mit meiner Frau mit der RER A aus Richtung Marne-la-Vallée in die Stadt. Wir waren schon öfter da, möchten diesmal aber auch am Abend noch ein wenig länger bleiben, evtll. eine Kleinigkeit essen und um ca. 22:00 Uhr wieder mit der RER zurück fahren. Ist man um diese Zeit in öffentlichen Verkehrsmitteln sicher oder muss man mit Belästigungen rechnen? Meine Frau ist da etwas ängstlich und meint, ein Taxi wäre zumindest bis in die Außenbezirke (Vincennes/Noisy) ratsam. Mit der Sprache komme ich klar.
    Was meinst Du? Und vielen Dank im Voraus für die Info. Viele Grüße Hans

    • helptourists sagt:

      Hallo Hans,

      um 22 Uhr ist es kein Problem, mit der RER von Paris wieder nach Marne la Vallée zu fahren. Die Innenstadt ist in der Regel sicher, entgegen der Aussage deiner Frau sollte man zu dieser Uhrzeit in manchen Gegenden ab den Vororten ein Taxi nehmen und nicht im Stadtzentrum. Richtung Marne la Vallée allerdings, ist das nicht nötig. Viele Grüße, Denise.

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