Friedhof Père Lachaise Paris: Eintritt, Metro und berühmte Personen

Etwas abseits von den typischen Touristenwegen gelegen, wartet der Pariser Friedhof Père Lachaise mit beeindruckender Architektur und berühmten Namen auf: Im 20. Arrondissement hat sich manche bekannte Persönlichkeit ein Mausoleum als letzte Ruhestätte errichten lassen und ein Spaziergang durch den Parkfriedhof verspricht eine spannende Entdeckungsreise. Zwei Millionen Touristen jährlich besuchen den größten und bekanntesten der Pariser Friedhöfe.

Letzte Ruhestätte von Edith Piaf, Oscar Wilde und Jim Morrison

Der Friedhof Père Lachaise in Paris ist eine architektonische und touristische Attraktion, eine Oase der Ruhe in der Großstadt und eine Pilgerstätte für Anhänger der Berühmtheiten, die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

Die prominenten Namen auf den Gräbern und Mausoleen lesen sich wie ein internationales Who-is-Who, von französischen Stars wie Edith Piaf und Yves Montand über die oberen Zehntausend der französischen Gesellschaft, darunter auch ein Familiengrab der Rothschilds, bis zu dem berühmten Autor Oscar Wilde und dem Sänger Jim Morrison von „The Doors“.

Oscar Wilde’s Grab wurde 2011 von den vielen Lippestiftküssen, die die weiblichen Fans des Schriftstellers traditioneller Weise auf seinem Grabstein hinterließen, für viel Geld gereinigt und befindet sich seitdem aus Sicherheitsgründen hinter Glas. Am Grab von Jim Morrison musizieren regelmäßig Fans des Sängers und trinken auch gern mal das ein oder andere Glas auf ihr Idol. Viele der Fans kommen extra mit dem Billigflieger in die Stadt an der Seine, um ihren Idolen zumindest auf diese Weise für kurze Zeit nah zu sein.

Der etwas andere Friedhof

Père Lachaise ist völlig anders aufgebaut als Friedhöfe in Deutschland: Breite Gassen und beeindruckende Grabmäler, die fast schon kleinen Häusern gleichen, könnt ihr euch hier auf dem parkähnlichen Friedhof ansehen. Auf der südlichen Seite des Friedhofs befindet sich die Mur des Fédérés, an der die letzten Vertreter der Pariser Kommune 1871 erschossen wurden.

Pariser Friedhof

Seit 1804 wurden auf dem Parkfriedhof die unterschiedlichsten Personen des öffentlichen Lebens, wie Autor Honoré de Balzac, Regisseur Claude Chabrol, Komponist Frédéric Chopin, Maler Eugène Delacroix, Städteplaner Georges-Eugène Haussmann, Sänger Gilbert Bécaud, Pantomime Marcel Marceau, Dichter Molière oder der Philosoph Marcel Proust, neben ganz normalen Einwohnern von Paris bestattet – ein Dauergrab mit der Inschrift „Pour l’éternité“, zu deutsch für die Ewigkeit, kostet fast 13.500 Euro und die Warteliste ist ganz schön lang.

Öffnungszeiten und Lage

Die Gesamtfläche von Père Lachaise umfasst 44 Hektar und ist in mehrere Divisionen und Ebenen eingeteilt. Zum Friedhof gelangt man über die gleichnamige Metrostation der Linien 2 und 3 am Boulevard de Ménilmontant und der Avenue de la République, direkt neben dem Haupteingang liegt auch die Station Philippe Auguste.

Kleiner Tipp: Um schneller am Grab von Oscar Wilde zu sein, kann man an der Station Gambetta der Metrolinie 3 aussteigen. Der Friedhof ist in den Sommermonaten jeden Tag von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, im Winter schließt er eine halbe Stunde früher.

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15 Leser-Kommentare

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  1. Ute sagt:

    Hallo Denise, wir möchten Silvester in Paris verbringen und werden am 1.Januar ( Neujahrstag ) viel Zeit haben, um auf eigene Faust loszuzuckeln ;o)
    Da ja auch in Frankreich der 1. Januar ein Feiertag ist, jetzt meine Frage : welche Dinge KANN man überhaupt dann besichtigen, sprich : was ist geöffnet ?
    Wir interessieren uns besonders für Pere Lachaise , Louvre und Sacre Cour .
    Vielen lieben Dank, Ute

    • Denise von helptourists sagt:

      Hallo Ute, der Louvre hat am 1. Januar geschlossen sowie fast alle Museen. Sacre Coeur und der Friedhof Père Lachaise haben geöffnet. VG, Denise

  2. Tom sagt:

    Irgendwie paradox, dass ein Friedhof so interessant und schön aussehen kann.

  3. Hallo Denise, auch an dieser Stelle noch mal ein dickes Lob für Deinen schönen und hilfreichen Blog. Ja, wie Du auf meinem Reisetageblog gesehen hat, fand ich den Friedhof Père Lachaise einfach wunderbar. Ich hatte ja nur acht Stunden Zwischenstopp in Paris und habe es nicht bereut, einen guten Teil dieser wertvollen Zeit an diesem verwunschenen Ort zu verbringen. Nächstes Mal bringe ich mehr Zeit mit und dann treffen wir uns, würde mich sehr freuen! Liebe Grüße Maike

  4. Martina sagt:

    Ich (48) war letzes Jahr mit meiner Tochter(18)für ein paar Tage in Paris. Der Ausflug zum Friedhof war wie Balsam für die Seele. Eine kleine Auszeit zwischen all den Eindrücken, die Paris hinterlässt. Kann ich jedem empfehlen, der für Paris mehr als nur 2-3 Tage Zeit hat.

    • Marina Ph. sagt:

      Danke für den schönen Artikel!
      Doch wir hatten ein bisschen Pech mit Pere Lachaise: trotz die vorhandenen Pläne, haben wir uns sehr schnell geirrt (wir waren nicht die einzige) und … und dann ist man verloren… obwohl alles sehr schön und beeindruckend war, konnten wir nur wenige berühmte Gräber finden. Vielleicht, ein Tipp,- hinter eine Gruppe mitgehen, da führt ein Guide durch den Friedhof sicher

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