Paris mit dem Fahrrad erkunden – Meine Tipps

geschrieben von am 29.07.2016 in Auch Interessant, Freizeit mit 28 Kommentare

Eiffelturm in ParisDass Paris eine wunderbare Stadt ist und sich ein mehrtägiger Trip allemal lohnt, habe ich euch schon des Öfteren erklärt. Auf eine ganz besondere Art der Stadt- besichtigung bin ich bisher noch nicht eingegangen. Denn Paris lässt sich neben privaten Stadtführungen, Sightseeingbus und Bootstour auch prima per Fahrrad erkunden. Viele machen sich bei der Vorstellung Paris mit dem Fahrrad zu entdecken, direkt Sorgen um den dichten Straßenverkehr der Großstadt. Damit euer Ausflug mit dem Fahrrad in Paris reibungslos abläuft und zu einem tollen Erlebnis wird, gebe ich euch in diesem Artikel ein paar nützliche Tipps.

Die Stadt wandelt sich

Vor einigen Jahren hätte ich noch von einer Fahrradtour durch Paris abgeraten. Doch mittlerweile hat sich Einiges verändert. Bertrand Delanoë, der Bürgermeister von Paris, ist sehr bemüht, den Verkehr in der Stadt zu mini- mieren. Er hat durchgesetzt, dass einige Pariser Straßen sonntags autofrei sind und das Netz der Pariser Radwege ausgebaut wird. So findet man heute einige zweispurige Radwege und die Busspuren in der Innenstadt können gleichzeitig von Fahrradfahrern mitbenutzt werden. Es tut sich also etwas. Die Großstadt leidet schließlich schon lange unter dem vielen Verkehr. Höchste Zeit um auf Fahrräder umzusteigen!

Velib – das öffentliche Fahrradverleihsystem von Paris

VelibSeit 2007 gibt es in Paris ein öffentliches Fahrradverleih- system mit mehr als 1200 Stationen, die etwa 300 Meter ausei- nanderliegen. Wenn ihr ein Velib-Leihrad möchtet, müsst ihr früh aufstehen. Denn der Fahrradverleih in Paris boomt. Häufig sind schon vor Mittag sämtliche Stationen leergefegt, da viele Einheimische mit dem Rad ins Büro fahren. Bevor ihr euch ein Velib ausleiht, solltet ihr es auf seine Verkehrstauglichkeit testen. Checkt vor der Reise alle wichtigen Details wie Bremsen, Sattel, Licht und Reifen! Es herrscht zwar keine Helmpflicht, aber mit Helm fühlt man sich gleich noch viel sicherer!

Versichern nicht vergessen!

Bevor ihr losradelt, solltet ihr euch stets bewusst machen, dass ihr euch im Ausland befindet. Denkt also recht- zeitig an euren Versicherungs- schutz! Gerade mit dem Fahrrad setzt ihr euch einem ganz anderen Risiko aus, als beispielsweise in einem Pkw mit Knautschzone. Direkt im Pariser Stadtzentrum herrscht dichter Verkehr und auf der Busspur, auf denen auch Fahrradfahrer unterwegs sind, ist der Bus eindeutig im Vorteil. Eure bestehende gesetzliche oder auch private Krankenversicherung verliert im Ausland zum Großteil ihre Wirkung. Mit einer Reisekrankenversicherung könnt ihr euch bezüglich anfallenden Kosten durch Unfall oder Krankheit absichern. Weiterführende Informationen zur Reise-krankenversicherung findet ihr auf der Webseite des Toptarif.

Eine besondere Tour

Notre Dame in ParisDa sonntags in Paris einige Straßen für Autos gesperrt sind, könnt ihr mit dem Rad zum Beispiel an den Uferpromenaden der Seine ab dem Hôtel de Ville entlang fahren. Statt Abgasen und Hupen genießt ihr dort die Gesellschaft von zahlreichen Radfahrern, Spa- ziergängern und Inlineskatern.

Wenn ihr euch in Richtung Place de la Concorde fortbewegt, kommt ihr an den Türmen von Notre Dame, dem Musée d’Orsay und dem Tuileriengarten vorbei. Der Eiffelturm begleitet euch auf eurer Radtour ständig und ist immer in Sichtweite. Die Masse an Sehenswürdigkeiten, an denen ihr automatisch vorbeikommt, ist groß. Das Schöne an einer Tour mit dem Rad ist, dass ihr ganz andere Stellen und Perspektiven entdecken könnt, als beispielsweise mit dem Auto oder dem Sightseeingbus. Ihr gelangt bequem an diverse Plätze und könnt das Stadtzentrum komfortabel erkunden. Lasst euch beispielsweise den romantischen Place Dauphine nicht entgehen oder macht einen Abstecher zum Bassin de la Villette im 19. Arrondissement, um euch am Ufer des Wasserbeckens zu erholen und die Sonne zu genießen.

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28 Leser-Kommentare

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  1. Hans sagt:

    Vielen Dank für die Hilfen! Viele Antworten habe ich mit Interesse gelesen.

  2. Tenzin sagt:

    Ich war im August 2015 in Paris, mit dem eigenen Fahrrad. Ich finde, dass Fahrrad fahren in Paris gut möglich ist, auch durch die abgetrennten Fahrradwege und ich habe die Autofahrer als rücksichtsvoll erlebt. Aufpassen muss man allerdings wegen möglicher und ziemlich häufiger Glasscherben auf den Fahrradwegen, z.B. gerade zum Gare de Lyon hin. Also, unbedingt Flickzeug mitnehmen!

  3. Michael sagt:

    Hallo Denise,

    wir möchten gern unsere Falträder mit nach Paris nehmen. Wenn man sie zusammenfaltet sind sie in etwa so groß wie ein Koffer. Darf man diese dann in die Metro oder den Bus mitnehmen (z.B. wenn man eine längere Tour hinter sich hat und den Rückweg ohne strampeln zurücklegen will)?

    LG und vielen Dank im voraus.
    Michael

    • Denise von helptourists sagt:

      Hallo Michael, ja das sollte dann möglich sein und, wenn man nicht gerade im Berufsverkehr die Metro nimmt, ist auch genügend Platz. VG, Denise

  4. Kerstin sagt:

    Hallo Denise,
    ich würde gerne mit meiner Familie und eigenen Fahrrädern Paris erkunden. Ist das mit Kindern ( 10 und 12) ruhigen Gewissens zu bewerkstelligen?

    • Denise von helptourists sagt:

      Hallo Kerstin, Paris ist keine sehr angenehme Fahrradstadt, die Kinder sollten sehr sicher auf ihren Fahrrädern sein. Am besten durch kleinere Straßen fahren und die ganz großen Boulevards und den Feierabendverkehr sowie die Rush Hour am Morgen meiden. Ideal ist sonntags, dann sind auch Teile der Uferstraßen gesperrt. VG, Denise

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