02.04.2018

Besuch der Türme von Notre Dame: Eintrittspreise, Öffnungszeiten & Ausblick

Viele wissen es nicht, aber man kann die Türme von Notre-Dame in Paris besichtigen. Mit Notre-Dame verbinden die meisten als erstes die endlos lange Schlange auf dem Vorplatz der Kathedrale, in denen sich Paris-Besucher, die das Innere der gotischen Kathedrale auf der Pariser Seineinsel Ile de la Cité bestaunen möchten, hintereinanderreihen. Auf den Türmen von Notre-Dame sind jedoch die wenigsten gewesen. Warum sich ein Besuch der Türme von Notre-Dame in Paris lohnt, erzähle ich euch in diesem Artikel.

Türme von Notre-Dame

Da ich oft gefragt werde, nehme ich es gleich vorweg: Der Eintritt in die Kathedrale Notre-Dame ist für alle Besucher kostenlos. Die Schlange ist meist recht lang, aber die Wartezeit eher gering. Es gibt am Eingang nämlich keine Kontrollen und keinen Ticketverkauf, die Besucher müssen einfach nur in die Kathedrale hineingehen. Das geht in der Regel recht schnell. Also lasst euch nicht abschrecken!

Tipps zum Besuch der Türme von Notre-Dame

Nützliche Infos zum Besuch der Türme von Notre Dame

Der Eingang zu den Türmen von Notre-Dame befindet sich außerhalb der Kathedrale an der linken Seite des Bauwerks in der Rue du Cloître Notre-Dame.

Dort steht meist eine kleine Schlange. Alle 8 bis 10 Minuten werden ca. 30 Personen hineingelassen. Ihr geht ein paar Treppen hinauf und gelangt zu den Kassen. Dort kauft ihr euch ein Ticket, bevor ihr die Türme der Kathedrale besteigen könnt. Es gibt keinen Fahrstuhl (auch keine Toiletten), als Besucher der Türme solltet ihr in guter Form sein.

Treppen in den Türmen von Notre-Dame

Bis ganz hinauf sind es nämlich 422 Stufen aus Stein. Nach etwa 250 Stufen gelangt ihr auf die erste Plattform. Von hier aus hat man bereits einen tollen Blick auf die Stadt und kann den gruseligen einst wasserspeienden Fantasiefiguren an der Fassade ganz nah sein.

Fantasiefiguren Notre Dame

Fantasiefiguren Fassade Notre Dame Paris

Auf der ersten Etage führt eine kleine steile Holztreppen auf eine Zwischenetage, von der aus man sich zwei Glocken der Kathedrale aus nächster Nähe ansehen kann. Sehr beeindruckend! Sie läuten lediglich zu besonderen religiösen Anlässen. In solchen Fällen ist der Zugang zu den Glocken aufgrund des hohen Lärmpegels gesperrt.

Glocke Notre Dame

Die Wege auf der ersten Etage sind recht eng, man schlängelt sich quasi auf engstem Raum an den Türmen vorbei. Danach führt eine kleine Steintreppe weiter hinauf auf die oberste Plattform der Türme. Diese ist komplett mit einem Netz geschützt, sodass niemand hinunterfallen kann.

Öffnungszeiten der Türme von Notre-Dame

Die Öffnungszeiten von Notre-Dame unterscheiden sich je nach Saison. Die Türme von Notre-Dame sind jeden Tag geöffnet, in der Hauptsaison (1. April bis 30. September) von 10 Uhr bis 18:30 Uhr und in der Nebensaison (1. Oktober bis 31. März) von 10 Uhr bis 17:30 Uhr. Im Juli und August schließen die Türme freitags und samstags erst um 23 Uhr. Letzter Einlass ist 45 Minuten vor der Schließung. Am 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember bleiben die Türme der Kathedrale für Besucher geschlossen.

Eintrittspreise für die Türme von Notre-Dame

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Auch EU-Bürger unter 26 Jahren können gegen Vorlage eines Ausweises kostenlos die Türme von Notre-Dame besichtigen. Erwachsene zahlen den regulären Preis. So sehen die aktuellen Preise für den Eintritt zu den Türmen von Notre Dame aus:

Besucher
Eintrittspreis Türme von Notre Dame
Erwachsene10 Euro
Kinder
(bis 18 Jahren)
frei
Jugendliche
(18-25 Jahre aus der EU)
frei
Reduzierter Preis8 Euro
Gruppenpreis
(ab 20 Personen)
8 Euro
Schulgruppen (bis 35 Personen plus 2 Begleiter)30 Euro

Erfahrungsbericht zum Besuch der Türme von Notre-Dame in Paris

Ich habe die Türme von Notre-Dame bereits zum 2. Mal besucht. Das letzte Mal war die Wartezeit sehr kurz, da ich im Winter bei starkem Wind auf die Türme geklettert bin. Mein Erlebtes habe ich damals so zusammengefasst:

Jetzt in der kalten Jahreszeit ist die Wartezeit noch erträglich. Ich warte insgesamt eine Viertelstunde, was für Pariser Verhältnisse definitiv ein Rekord ist. Kleine Gruppen werden im 8-10 Minutentakt zur Aussichtsplattform geschickt. Tickets gibt’s, nachdem man ein paar Treppen hinaufgestiegen ist. Dann geht es mühselig weiter bis zum ersten Zwischenhalt. Nach einer gefühlten Ewigkeit in einem engen schneckenförmigen Treppenaufgang und ungefähr 250 Stufen später, sehe ich das erste Mal Licht.

Gruseligen Figuren ganz nah

Die Aussicht auf der Galerie ist grandios, meine Finger, die in Rekordzeit unendlich viele Male auf den Ablöser des Fotoapparates klicken, sind fast eingefroren, so kalt ist es heute. Ich muss sagen, dass der Rundgang sehr eng ist, fast zu eng für Gegenverkehr und irgendwie improvisiert aussieht.

Wasserspeicher Notre Dame

Aber egal, die Aussicht gefällt mir sehr! Jetzt bin ich den gruseligen Notre-Dame Figuren ganz nah, ich kann euch sagen, vom Boden aus machen sie eindeutig weniger Angst!

Noch mehr Aussicht…

Da die nächste Besuchergruppe schon in den Startlöchern steht, werden wir Richtung Ausgang weitergeleitet. Zu meiner großen Überraschung geht es aber nicht wieder nach unten, sondern die kleine enge Wendeltreppe weiter nach oben. Ganz oben auf dem Turm angekommen, bin ich mehr als begeistert. Die 360 Grad Sicht auf Paris ist noch viel besser als auf der ersten Aussichtsetage.

Blick auf den Eiffelturm von Notre Dame

Durch die Gitter über mir fühle ich mich wie in einem kleinen Käfig, aber die Sicherheitsvorkehrungen sind gerechtfertigt, es ist wahnsinnig hoch. Wie hoch Notre Dame ist, erfahrt ihr in meiner Artikel zur Höhe von Notre-Dame. Auf der einen Seite fotografiere ich den Eiffelturm, dann ein Stück weiter Sacré Coeur.

Figuren Notre Dame

Anschließend noch die Seine und den Tour Montparnasse. Es ist beeindruckend, aber wahnsinnig kalt und der Wind bläst mir gewaltig um die Ohren. Deswegen geht es auch schon wieder Richtung Ausgang.

Eiffelturm Paris

Als ich nach mehr als 400 Treppenstufen wieder unten am Eingang ankomme, habe ich einen gewaltigen Drehwurm, aber der Besuch hat sich definitiv gelohnt.

Weitere interessante Fakten zu Notre-Dame findet ihr in einem anderen Beitrag auf dieser Seite.

47 Leser-Kommentare

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  1. Tanja K. sagt:

    Hallo, wir haben ein 16 Monate altes Kind dabei im Kinderwagen. Dieser ist zusammenklappbar. Kann man diesen mit hoch nehmen oder irgendwo abgeben?Lg

    • Anne von HelpTourists sagt:

      Hallo Tanja,
      mit hoch nehmen könnt ihr den Kinderwagen auf keinen Fall. Der Bereich oben ist dafür viel zu eng. Auch abgeben geht leider nicht.
      VG, Denise und das HelpTourists Team.

  2. Steffi sagt:

    Hallo Denise!
    Ich habe von einem kostenlosen Orgelkonzert Samstags um 20Uhr in der Kathedrale gehört. Die Öffnungszeit ist aber nur bis 19.15Uhr angegeben!?! Muss ich mich einschließen lassen? 😛
    Viele Grüße
    Steffi

    • Anne von helptourists sagt:

      Hallo Steffi,
      Das ist richtig, an Samstagen finden dort regelmäßig Orgelkonzerte statt. Natürlich schließt dich hier niemand ein, für besondere Events hat die Kathedrale dann auch länger geöffnet.
      VG, Anne

  3. Mona sagt:

    Hallo Denise,

    mittlerweile gibt es Kontrollen, auch am Eingang der Kathedrale. Jedoch nur eine Bag Control, was nicht wesentlich länger aufhält.

    Ganz nach oben habe ich mich allerdings nicht getraut.. 🙂

    Liebe Grüße
    Mona

    • Denise von helptourists sagt:

      Hallo Mona, solche Kontrollen gibt es mittlerweile an fast allen Pariser Sehenswürdigkeiten und auch in groben Kaufhäusern. Vielleicht traust du dich ja beim nächsten Mal 🙂 VG, Denise.

  4. Rudolf sagt:

    Hallo Denise,
    ist es möglich, nur auf die erste Plattform von Notre Dame zu gehen oder muss man bis ganz nach oben?
    Vielen Dank für baldige Antwort.

    • Denise von helptourists sagt:

      Hallo Rudolf, nein keiner muss bis ganz hinauf, am Ende der ersten Plattform dürfen die Besucher entscheiden, wie es weitergehen soll. VG, Denise

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