Mein Backkurs in Paris – Jetzt kann ich Macarons selber backen!

geschrieben von am 22.03.2013 in Freizeit, Regentage in Paris mit 19 Kommentare

Macarons – Eine tolle Erfindung

Macarons zählen zu den leckersten Versuchungen, die die französische Pâtisserie zu bieten hat. Leichte Mandelbaisers in unterschiedlichen Farb- und Geschmacksrichtungen, die zart auf der Zunge zergehen. Macarons bestehen lediglich aus gemahlenen Mandeln, Puderzucker, Eiweiß und normalem Zucker. Obwohl die Zutatenliste recht kurz ist, gestaltet sich die Herstellung von Macarons oftmals als schwierig. Deswegen kaufe ich sie meist beim Bäcker. Wer das schon mal gemacht hat, weiß, dass Macarons nicht gerade billig sind.

Empfehlung: Englischsprachige Backkurse in Paris

Für all diejenigen, die Macarons nicht kennen, noch nicht probiert haben oder gern wüssten, wie echte französische Macarons hergestellt werden, habe ich gestern einen dreistündigen Macarons Backkurs in Paris besucht. Das Atelier des Sens nahe der Grands Boulevards ist einer der wenigen Anbieter von Backkursen in englischer Sprache. Wer der französischen Sprache nicht mächtig ist, das Geheimnis echter französischer Macarons aber gern lüften möchte und im Englischunterricht in der Schule gut aufgepasst hat, dem empfehle ich, solch einen englischsprachigen Backkurs in Paris zu besuchen. Denn nach drei Stunden – soviel kann ich euch sagen – bleibt kein Geheimnis mehr offen!

Das Atelier des Sens in Paris

Das Atelier befindet sich direkt im Zentrum von Paris und ist sehr modern ausgestattet. Um 14 Uhr geht’s los! Wir sind vier Teilnehmer, drei Amerikanerinnen mit Jetlag, die erst am Vortag in Paris eingetroffen sind, und ich. Jeder bekommt eine Schürze und Olivier, der Macarons Spezialist, begrüßt uns mit einem fröhlichen „Ello, au ar yu? Sein Englisch mit französischem Akzent wird mich noch des Öfteren schmunzeln lassen und zu einigen lustigen Missverständnissen mit den Amerikanerinnen führen.

Meine ersten Macarons

Zuerst lernen wir, wie die Füllung der Macarons, im Französischen „ganache“ genannt, hergestellt wird. Denn später werden die Macarons mit einer leckeren Himbeer- und Schokoladenfüllung versehen. Danach wird der Teig vorbereitet. Puderzucker und gemahlene Mandeln werden vermischt, etwas Eiweiß kommt hinzu, das restliche wird im Mixer unter Zugabe von heißem Zucker zu einer Meringue geschlagen. Danach wird beides vermischt und etwas Farbe hinzugefügt. Kurze Zeit später forme ich die ersten Macarons meines Lebens.

No Deckelchen?

Für ein erstes Mal, so meint Olivier, würde ich das gar nicht schlecht machen! Das finde ich ja wohl auch! Danach kommen die Macarons in den Ofen. Nachdem sie etwas abgekühlt sind, befülle ich sie und suche ein passendes Deckelchen. Eigentlich sagt man ja, dass jeder Topf ein Deckelchen findet. In unserem Fall jedoch bleiben einige Macarons ohne passendes Deckelchen, da unsere neu erlernten Fähigkeiten noch nicht ganz ausreichten, um völlig identische Macarons zu formen. Mit den auf dem Bild zu sehenden Macarons habe ich nichts zu tun….das waren die anderen, ich schwör’s!

Darf ich die alle mitnehmen?

Beim Füllen der Macarons ist die Versuchung, gleich eins zu probieren, wahnsinnig groß … zu groß – denn schwupps, landet das erste in meinem Mund. Dass dieses selbst gebackene Macaron einfach nur köstlich gewesen ist, muss ich euch glaube ich nicht sagen. Nach drei Stunden lernen, formen, backen und füllen, haben wir ca. 100 Macarons hergestellt. Am Ende des Kurses darf ich nicht nur meine Schürze behalten, sondern bekomme auch noch eine große Box mit bunten Maracons für zu Hause mit!

Ein großes Dankeschön an Camille für die spontane Einladung ins Atelier des Sens und an Olivier für den unterhaltsamen Kurs!

Rezept und Zutaten für französische Macarons

Für den Teig

250 g gemahlene Mandeln
250 g Puderzucker
2x 90 g Eiweiß
90 g Wasser
250 g Zucker
Lebensmittelfarbe
 

Für die Füllung

500 g Himbeeren
500 g Zucker
10 g Pectin
 

Die gemahlenen Mandeln und den Puderzucker gemeinsam in eine Schüssel sieben und mit der Hälfte des Eiweiß vermischen. Den Zucker mit dem Wasser auf 120 Grad erhitzen und zum Kochen bringen. Die andere Hälfte des Eiweiß zu Eischnee schlagen und dabei den erhitzten Zucker ganz langsam hinzugeben. Anschließend den Eischnee (Meringue) in die Schüssel mit den Mandeln, dem Puderzucker und Eiweiß geben und langsam vermengen, Farbe hinzugeben. Danach in einem Spritzbeutel geben und kleine Punkte formen. 12-15 Minuten bei 140 Grad backen. Auskühlen lassen, Füllung hinzufügen und konfektionieren.

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19 Leser-Kommentare

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  1. Maike sagt:

    Bei vielen Macaron-Rezepten steht, dass man diese bevor sie in den Backofen kommen , so ca. 30 min antrocknen lassen soll , damit sie nicht reißen. Ist das hier auch notwendig?
    LG super Rezept

  2. Antonia sagt:

    Hast du einen tipp, wo man gute (aber nicht so teuer wie bei laduree) macarons bekommt? Gruß toni

    • Denise von helptourists sagt:

      Hallo Antonia, Sehr leckere Macarons gibt es auch bei Christoph Roussel, in Montmartre in der Nähe von Sacre Coeur. Die genaue Adresse lautet : 5, rue Tardieu, 75018 Paris. VG, Denise

  3. Wolfgang sagt:

    Servus aus Wien!
    Dein Rezept beinhaltet für die Macarons Mandelmehl 250g, Puderzucker 250g, Eiweiss 90g, Wasser 90g und Lebensmittelfarbe. Nur wo ist der Kristallzucker wo das Wasser rein kommt für den gekochten Zucker, oder die Eiweissangabe wo dann auch der gekochte Zucker eingegossen wird?
    Könnte ich bitte das gesamte Rezept bekommen?
    LG,
    Wolfgang

    • Denise von helptourists sagt:

      Hallo Wolfgang, 250 Gramm Zucker musst du noch haben, das füge ich gleich im Rezept noch dazu. Vielen Dank für den Hinweis, Denise.

      • Wolfgang sagt:

        Servus!
        Was dann aber trotzdem auch noch fehlt ist die Angabe des 2. Eiweiss was aufgeschlagen wird und den gekochten Zucker aufnimmt, ich nehme an die ersten 90 g gehören zum abmischen des Mandelmehl und Puderzucker. 😉
        LG

  4. Anja sagt:

    Hallo ! Wunderbare Webseite … bei dem Macaroon Rezept … wieviel Zucker ? Das konnte ich irgendwie nicht finden. Die Tips finde ich auch super und werde die im Urlaub zum Teil beherzigen. Die Seite werde ich auf jedenfall auf dem Smartphone speichern !

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