Architektur Paris: 5 Bauwerke, die Paris verändern werden

geschrieben von am 20.08.2016 in Sehenswürdigkeiten mit 3 Kommentare

Paris wird oft als Museumsstadt bezeichnet. Dies ist daraufhin zurückzuführen, dass sich in architektonischer Hinsicht in Paris in der Regel nicht sehr viel verändert. Die Stadt ist komplett zugebaut, es bleibt kaum oder nur wenig Freiraum für neue Häuser und Gebäude. In Zukunft jedoch, wird es einige Veränderungen in der Stadt geben. Welche Bauwerke Paris in Zukunft verändern werden, könnt ihr euch in diesem Artikel durchlesen! Seid gespannt!

5 Bauwerke, die Paris verändern werden im Überblick

Architektur Fans aufgepasst, Paris erfindet sich neu! Na ja, das ist vielleicht etwas übertrieben, aber immerhin wird es in den nächsten Jahren ein paar architektonische Veränderungen in Paris geben. Eine der anstehenden Neuerungen im Pariser Stadtzentrum ist dabei sehr umstritten, andere wiederum haben schon einmal existiert oder existieren schon jetzt und werden in den nächsten Jahren renoviert beziehungsweise vergrößert. Aber lest selbst!

Architektonische Neuerungen in Paris: Auf was wir uns freuen können!

1. Aus eins mach zwei: Auf die Louvre Pyramide folgt eine weitere Glaspyramide in Paris

Das Projekt einer Glaspyramide in Paris („Tour triangle“) ist das wohl umstrittenste Pariser Projekt seit Langem. An der Porte de Versailles im Süden von Paris soll das dort befindliche Ausstellungsgelände erneuert und modernisiert werden. Das Vorzeigeprojekt dabei soll eine 180 Meter hohe Glaspyramide sein. 500 Millionen Euro Budget sind bisher allein für die Pyramide veranschlagt worden. (Bild © ingenieur.de)

Glaspyramide Paris

Die Pariser stehen diesem Projekt (wie so oft) eher kritisch gegenüber. 2014 lehnte der Stadtrat von Paris den Bau der riesigen Glaspyramide zunächst ab. Doch die Pariser Bürgermeisterin ließ sich nicht beirren und forderte eine erneute Abstimmung. Die Pyramide soll das eher triste Pariser Ausstellungsgelände ins 21. Jahrhundert befördern. Sie wird 42 Etagen besitzen, die unter anderem Platz für ein Hotel, Aussichtsterrassen, ein Panoramarestaurant und diverse Shoppingmöglichkeiten bieten sollen. Aktuell jedoch werden die Abstimmung und somit auch der Baubeginn ständig nach hinten verschoben.

2. Vergrößerung und Modernisierung des Tennisstadions Roland Garros in Paris

Das Pariser Tennisturnier Roland Garros zählt zu den großen Grand Slam Turnieren und findet jedes Jahr Mitte Mai Anfang Juni in Paris statt. Das Stadion und die umliegende Gegend sollen schon lange renoviert und modernisiert werden. Ein Grund dafür ist beispielsweise, dass das Stadion kein Dach besitzt und Tennisspiele bei Regen unterbrochen werden müssen. Seit Jahren soll dieser Missstand mit einem beweglichen Dach, das je nach Bedarf geschlossen werden kann, behoben werden, damit Tennisspiele in Paris in Zukunft auch bei Regen und nachts stattfinden können.

Roland Garros Paris

Zudem ist das zur Verfügung stehende Areal von Roland Garros vielen mittlerweile zu klein. Von daher sollen weitere Tennisplätze angelegt werden, um so den anderen Grand Slam Turnieren Konkurrenz zu machen. Umweltschützer jedoch haben da noch ein Wörtchen mitzureden, denn das Gebiet um das aktuelle Tennisstadion Roland Garros grenzt an den Bois de Boulogne und einen geschützten botanischen Garten.

3. Neues Justizministerium von Paris in modernem Design

Das Pariser Justizministerium und seine verschiedenen Gerichte sind im Moment noch über ganz Paris verteilt, doch 2017 soll sich das Ganze ändern. Denn dann soll in Batignolles im 17. Pariser Arrondissement ein neues Justizministerium entstehen. Im Moment befindet sich dort noch eine riesige Baustelle, aus der später ein modernes Hochhaus aus drei würfelförmigen Elementen und mit hängenden Gärten hervorsprießen wird. Ja, ihr habt richtig gelesen, hängende Gärten in Paris!

Neues Justizministerium Paris

Der kreative Kopf des Projektes ist kein geringerer als Piano Renzo, der Architekt des modernen Pariser Kunstmuseums Centre Pompidou. Die Gesamtkosten werden auf eine Milliarde Euro geschätzt. Das Viertel um das Justizministerium herum wird langfristig gesehen auch erneuert, so werden dort in den nächsten Jahren neue Metrostationen, mehrere Wohngebäude und ein Einkaufszentrum entstehen. (Bild © clichy-batignolles.fr)

4. Tours Duo: Ein Projekt mit zwei Hochhäusern in Paris 

Das Projekt „Tours Duo“ in Paris soll bis 2020 unter der baulichen Leitung von Jean Nouvel fertiggestellt werden. Das ist zumindest der aktuelle Stand der Dinge, erfahrungsgemäß kommt es häufig zu Verzögerungen, wenn es um solch große Bauprojekte geht. „Tours Duo“ steht für zwei Wolkenkratzer mit einer Höhe von 180 Meter und 122 Metern. Sie sollen ganz im Osten von Paris in der Nähe des Bahnhofs Gare d’Austerlitz entstehen. (Bild © archdaily.com)

Tours Duo Hochhäuser Paris

In dieser Pariser Gegend wird bereits seit einigen Jahren viel gebaut. Jetzt soll ein echtes Prunkstück mit diesen Zwillingstürmen, in denen später Büros, Einkaufsmöglichkeiten sowie ein 4-Sterne Hotel untergebracht werden, dazukommen. Das Budget beläuft sich aktuell auf 600 Millionen Euro für beide Türme. Mal sehen, wie die Rechnung am Ende aussieht!

5. Wiedereröffnung des Kaufhauses  Samaritaine in Paris

Das Kaufhaus Samaritaine zählt zu den historischen Pariser Kaufhäuser. Es befindet sich mitten in der Stadt in der Nähe des Louvre Museum. Seit 2005 ist das beeindruckende Kaufhaus direkt an der Seine geschlossen. Anfänglich sollte es nur renoviert werden, aufgrund baulicher Mängel jedoch musste das Kaufhaus letzten Endes komplett schließen. Seitdem ist es ruhig geworden um das Kaufhaus Samaritaine, denn die Bauarbeiten des neuen Projekts geraten immer wieder ins Stocken. (Bild ©

Kaufhaus Samaritaine Paris

Ein Grund dafür ist unter anderem die denkmalgeschützte Fassade, die nicht zerstört werden darf. Das Projekt für die Umgestaltung des Pariser Kaufhauses Samaritaine sieht einen Gebäudekomplex mit Büros, Sozialwohnungen, einem Luxushotel sowie einer Kinderkrippe vor. Zuletzt stand das Bauvorhaben 2015 auf der Kippe, nun aber liegen alle Genehmigungen vor und 2018 sollen die Bauarbeiten voraussichtlich endlich fertiggestellt werden.

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3 Leser-Kommentare

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Artikel, die auf diesen Beitrag verlinken

  1. 10 Gründe, warum man Paris lieben muss | Touristen in Paris | 22.03.2017
  1. Jpp sagt:

    Shame on US, this „star Architectur“ is ruining Paris … Ugly, egocentric. If Architectur is a language : all those Architecte speak there own language … it’s normal that we reject it

  2. Alexander sagt:

    Sehr interessant – Vielen Dank !!!

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