Vorsicht, Touristenfallen in Paris!

Jedes Jahr kommen mehr als 32 Millionen Touristen nach Paris und da, wo Touristen sind, sind Abzocke, Betrug und Touristenfallen meist nicht weit! Auf…
Denise von Helptourists
Denise von Helptourists

Jedes Jahr kommen mehr als 32 Millionen Touristen nach Paris und da, wo Touristen sind, sind Abzocke, Betrug und Touristenfallen meist nicht weit! Auf meiner Seite gibt es bereits einen Artikel zu Taschendieben in der Pariser Metro und einen zu Betrügern an den dortigen Ticketautomaten. Heute kläre ich euch über typische Touristenfallen in Paris auf, die an viel besuchten Pariser Sehenswürdigkeiten auf euch lauern!

Touristenfallen in Paris: Vorsicht vor Tricks & Betrügern in Paris!

1. Der Trick mit dem Ring

In der Nähe des Louvre, an der Seine oder auf dem Place de l’Etoile werden goldene Ringe am laufenden Band gefunden! Eine klassische Touristenfalle! Eine Person hebt einen Ring direkt neben euch auf, den sie angeblich gerade gefunden hat. Sie spricht euch an und fragt, ob ihr den Ring verloren habt. Habt ihr natürlich nicht, da ihr eure Sachen in einer fremden großen Stadt gut verstaut! Da es sich angeblich um einen echten Goldring handelt, der in Wirklichkeit jedoch völlig wertlos ist, bietet die Person euch den Ring an und fordert als Gegenleistung für den Fund eine kleine Entschädigung!

Mein Tipp: Einfach nicht beachten und kein Interesse zeigen!

2. Auf Listen unterschreiben

Vor allem in Montmartre und am Eiffelturm sieht man oft kleinere Gruppen von Mädchen, die mit Listen in der Hand herumlaufen und Touristen ansprechen. Auf den Listen sollt ihr für einen angeblich karitativen Zweck unterschreiben und dann natürlich Geld spenden! Aufgepasst, die Mädchen drängen sich um euch und während sie auf euch einreden und ihr den kleinen Text auf dem Papier lest, beklauen sie euch unbemerkt!

Mein Tipp: Nein sagen und bloß nicht stehen bleiben!

3. Bindfäden in Montmartre: Einfach weitergehen!

In Montmartre unterhalb der Stufen vor Sacré Coeur stehen Männer mit bunten Bindfäden in der Hand. Sobald ihr die Treppen vor der Basilika herauf oder hinunter geht, sprechen sie euch direkt an und versperren oftmals den Weg. Sie werden mit vollen Körpereinsatz versuchen, euch den Bindfaden an den Zeigefinger zu stecken und diesen dann zu einem Armband flechten. Am Ende müsst ihr dafür bezahlen!

Mein Tipp: Hände in die Tasche und Finger verstecken! Am besten kurz still sein und schnell vorbeigehen! So hören sie eure Sprache nicht, auch wenn sie Touristen sehr schnell erkennen.

4. Achtung: Hütchenspieler!

In Paris sieht man immer mehr Hütchenspieler. Bitte nicht mitmachen, das ist reine Abzocke! Ein Spieler schiebt die Hütchen vor euch hin und her und drei andere stehen drum herum und wetten größere Mengen an Geld. Diese Personen sind Teil des Spiels und nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, Passanten, die ihr Glück versuchen!

5. Metroticket-Verkäufer: Abzocke an Ticketautomaten in Paris

Wenn ihr am Flughafen oder auch in der Metro und RER in Paris Tickets kauft, dann kann es sein, dass euch direkt am Automaten eine Person anspricht. Sie gibt vor euch zu helfen, da ihr euch mit den Tickets nicht auskennt. Dann tippt sie etwas am Automaten ein und schiebt eine Kreditkarte in die Maschine. Was dort eingetippt wird, lässt sich nur schwer nachvollziehen, da es wahnsinnig schnell geht. Meist müsst ihr das Bargeld für die Tickets dann an die Person geben, die angeblich ihre eigene Karte für den Ticketkauf verwendet hat. Sehr undurchsichtig!

Mein Tipp: Passt an den Automaten auf, dass sich keine dubiosen Personen in der Nähe befinden und lasst euch auf so etwas gar nicht erst ein! Manchmal gehen sie sogar soweit, dass sie Ausweise der Verkehrsbetriebe an ihrer Jacke tragen. Bei genauerem Hinsehen erkennt ihr einen einfachen Wochen- oder Monatspass für die Öffentlichen in Paris.

Fazit zu Touristenfallen in Paris

Touristenfallen sind keine Pariser Besonderheit, sondern in allen großen, gut besuchten Städten zu finden. Wenn man davon vorher allerdings schon einmal gehört hat, kann man sich besser darauf einstellen und notfalls angemessen reagieren. Denn die häufigste Ursache, warum Touristen in solchen Fallen landen, ist der Überraschungseffekt! Den habe ich euch hoffentlich jetzt genommen!

HelpTourists-eBook zu Touristenfallen in Paris

In diesem kostenlosen eBook findet ihr alle wichtigen Informationen auf einen Blick zu Touristenfallen in Paris! Jetzt downloaden und für die Urlaubsvorbereitung nutzen! Es eignet sich auch ideal zum Mitnehmen in den Urlaub. So könnt ihr bei Unklarheiten oder Fragen einfach nachblättern und euch ohne großes Suchen informieren.

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Denise von Helptourists
Denise von Helptourists
Ich habe Paris schon als Au-Pair, Studentin und jetzt als Berufstätige kennengelernt. Nach mehr als 10 Jahren in Paris, gebe ich euch wertvolle Tipps für einen rundum gelungenen Aufenthalt in der Stadt an der Seine.
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Kommentare

25 Antworten

  1. Hi Denise,
    Wir werden im April für eine Woche nach Paris fahren. Im Moment sind ja immer wieder die „Gelbwesten“-Demos… Gibt es eine Internetseite auf der man die angekündigten Demos nachgucken kann, um diese dann weiträumig zu umgehen?
    Schon mal vielen Dank für deine Hilfe
    VG, Petra

    1. Hallo Petra,
      du findest die Infos dazu meist auf der Seite des Pariser Rathauses paris.fr. Ihr solltet vor allem die großen Boulevards meiden, wenn ihr den Gelbwesten aus dem Weg gehen wollt.
      VG, Denise und das HelpTourists Team.

  2. Hallo,
    die Falle mit dem Ring ist mir tatsächlich vor zwei Wochen dort passiert. Und die Gruppe von Mädchen mit den Zetteln habe ich auch gesehen: tanjavieth.com/blog/mon-paris

    1. Hallo Tanja, vielleicht kannst du meinen Lesern kurz erklären, wie du reagiert hast. Lieben Dank und schöne Grüsse, Denise.

  3. Hallo mein Name ist Antonia und ich war letztes Jahr im September für ein paar Tage in Paris. Es ist unglaublich, ich habe diesen Artikel eben erst gelesen und kann jeden Punkt bestätigen, denn ich habe alles so beobachtet. Am Momatre war es für mich am schlimmsten. Einer dieser Männer hat mich tatsächlich mit voller Kraft am Handgelenk gepackt. Ich war im ersten Moment sehr erschrocken, hab aber schnell reagiert und ihm mein Handgelenk mit voller Kraft entzogen ihm lautstark klar gemacht er soll mich inruhe lassen und ihn böse angeschaut. Das hat ihn tatsächlich etwas erschrocken und er hat von mir abgelassen. Also am besten nicht ängstlich wirken sondern in den Moment laut auf sich aufmerksam machen. Hat bei mir gut funktioniert.
    Der Artikel ist sehr gut geschrieben.
    Liebe Grüße

    1. Ich war zwar schon einige Jahre nicht mehr in Paris, aber da hat sich am Montmatre offenbar nichts geändert. Wenn man von der Metro „Chateau Rouge“ kommt, wimmelt es da von Wegelagerern aus Afrika. Das ist auch der Weg über die Treppe (rue M. Utrillo) Besser man kommt von Süden (Rue d´Anvers), – auch mit der Seilbahn- dann entgeht man diesem Pack.

    2. Hallo Antonia!
      Dein Kommentar ist zwar schon vor einer Weile gepostet worden, aber mir ist es heute genauso ergangen… Da ich selbst so erschrocken war über die grobe Art und Weise wie der Mann vorging und es mir nicht aus dem Kopf gehen wollte, habe ich nun beschlossen etwas zu recherchieren ob derartige Fälle des Öfteren vorkommen. Bei mir hat sich dies ebenfalls in Montmartre ereignet.
      Finde es super, dass solche Erfahrungen hier genannt und beschrieben werden können damit andere Touristen vielleicht schon eher Infos über Touristenfallen erhalten und somit eventuell komplett auf unschöne Begegnungen mit Abzockern verzichten können 🙂

  4. Hallo,

    Sehr schöne und hilfreiche Seite! 🙂
    Ich fahre diesen Herbst mit 2 kleinen Kindern nach Paris. Muss ich mich sorgen machen, dass sie auch von Fremden angesprochen werden und z.b. das Bindfaden-Trick ausgesetzt werden könnten…oder lassen sie wenigstens Kinder generell in Ruhe?

    1. Hallo Elsa, ich denke man kann nicht sagen das Kinder generell in Ruhe gelassen werden Außnahmen gibt es immer. Allerdings würde ich besonders kleine Kinder in den sehr Touristischen Zonen nicht allzuweit vorweg laufen lassen. Man kann ja auch immer noch ausweichen und z.B. eine andere Truppe benutzen. VG, Denise

  5. Hallo,

    mein Name ist Sophie Giesel und ich recherchiere derzeit für eine Reisesendung für Kabel 1. Darin möchten wir unbedingt über Paris berichten, denn die Stadt ist ja bei Touristen sehr beliebt. In unserer Sendung möchten wir auch über Touristenfallen berichten. Dafür suchen wir noch Deutsche/Österreicher/Schweizer, die in ihrem Urlaub in Paris beklaut etc. wurden, die auf einen falschen Maler hereingefallen sind etc.
    Bitte melden Sie sich unter: reisesendungkabel1@gmx.de

    Danke!

    Sophie Giesel

  6. Das deckt sich nach vier Tagen Paris mit unseren Erfahrungen.
    Die erste Unterschriftenliste wurde uns schon am Flughafen CDG unter die Nase gehalten. Die Typen mit Bindfäden bei der Sacré Coeur waren so aufdringlich dass man sie fast wegschubsen musste.
    Uns sind auch Bettlerinnen aufgefallen, die irgendwann das Handy aus der Tasche ziehen, kurz telefonieren und kurz darauf kommt jemand zum Geld abholen vorbei.
    Ebenfalls gewarnt sei vor den Typen, die über Modelle und Schlüsselanhänger vom Eiffelturm verkaufen. Das Zeug ist bei denen doppelt so teuer wie bei den offiziellen Souvenir-Läden und wird dort von denen geklaut (mit eigenen Augen gesehen).
    So schlimm und lästig haben wir das leider noch in keiner anderen europäischen Metropole erlebt und es trübt das Paris-Bild schon sehr 🙁

  7. Ein weiterer beliebter Trick ist folgender: Wenn man auf dem Weg zur Metro ist folgt einem jemand dicht auf den Fersen. Er tut so als ob er es eilig hat. Kurz vor dem Drehkreuz, nachdem man sein Ticket in die Maschine geschoben hat presst er sich an den Rücken und checkt den Inhalt deiner Taschen. Und sobald du durch das Drehkreuz durch bist, greift er zu. Er selbst geht natürlich nicht mit durch sondern dreht um. Auch wenn man den Diebstahl bemerkt, kann man dann nichts mehr machen, da das Drehkreuz sich ja nur in eine Richtung dreht:-)

  8. und ganz genau so ist es uns auch am 02.08.14 ergangen. Metro Porte de Maillot. Eine Frau mit Ausweis steht direkt vor dem Automaten, gibt vor zu helfen. Die eigene Familie nervt mit 5 Mann hinter Dir, der Schalter ist geschlossen (das ist das Hauptdilemma) und die Kredtkarte geht nicht, warum auch immer. Hat uns 132€ gekostet, mit 6 Metrokarten carnet rediut abgespeist haben wir dann Sonntags an der nächsten Metrostation gemerkt das wir voll angeschissen wurden. Ich wünsche der Betrügerfrau einen schnellen und schmerzvollen Tod
    Also merken:
    -die pickocketbetrüger sind dort direkt vor dem Automaten dirket zu finden, wo die Schalter geschlossen sind
    -Ausweis um den Hals=gefäslcht!
    -die Angestellten stehen hinter dem Schalter, weiße Hemden, Logo auf dem Hemd.
    -in bin mit Paris durch, never ever, nur Abzocke, teuer, egal wohin am geht und was man anschaut. Ich habe das Gefühl gehabt, mir steht auf der Stirn: ich bin ein Tourist, nehmt mich aus. Ein von der Familie verhinderter Raubüberfall in der Metro rundete den Urlaub noch ab.
    Paris? Schüß, Harald, Aschaffenburg

  9. Hallo, allerseits, zum Punkt 4 (Hütchenspieler) unsere eigenen Beobachtungen aus 2013: Während mensch die offenkundige Wettkulisse beobachtet, ohne selbst Wetteinsätze riskieren zu wollen, werden Brieftaschen etc. unbemerkt gestohlen: „Pick-Pockets“. In diesen Fällen geht es somit gar nicht um Wettbetrug, den viele Passanten erwarten, sondern um Trickdiebstahl.
    Als Thalys-Reisende können wir zur Orly-Position 5 nichts sagen. Aber alle anderen Tipps sind aus eigenen Erlebnissen absolut zutreffend und hilfreich, besten Dank dafür, Angelika und Axel!

  10. Nach Ankunft in Paris am Bahnhof Gare d’Est wollten wir uns am Ticketschalter wegen Metrotickets anstellen. Ein Mann mit Ausweis an der Jacke sprach uns an und bot seine Hilfe am Automaten an. Da er nach einem Mitarbeiter der dortigen Bahn aussah, haben wir zusammen am Automaten zwei Tickets für je 10 Metrofahrten ausgewählt. Ganz schnell hat er diese mit einer Karte dort bezahlt und wir haben in bar im das Geld dafür gegeben. Er zeigte uns sogleich, wie wir durch die Schranke zur Metro kommen und hat dabei wohl die Tickets ausgetauscht in Einzelfahrkarten. Dies hatten wir natürlich nicht bemerkt und bei unserer nächsten Fahrt leidlich erkennen müssen, dass wir hier betrogen wurden.
    Also nicht ansprechen lassen von vermeindlich hilfsbereiten Mitarbeitern, sondern am Schalter die Tickets erwerben. Die Einzelfahrscheine und 10-er Tickets sind für uns nichts zu unterscheiden gewesen.

    1. Es gibt keine Tickets für 10 Fahrten, es gibt nur ein Carnet, welche aus 10 einzelnen Tickets besteht. Euer Betrüger hat also wahrscheinlich nichts ausgetauscht sondern einfach nur 18 Tickets behalten.

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