24.10.2020

Paris Sehenswürdigkeiten, die nicht auf jeder Top 10 Liste stehen

Paris hat wirklich einen Menge zu bieten! In meinem Artikel zu den Top 15 Paris Sehenswürdigkeiten bekommt ihr einen Überblick zu den bekanntesten Pariser Sehenswürdigkeiten. Allerdings ist das noch lange nicht alles, denn es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Sehenswürdigkeiten in Paris, deren Besuch sich mehr als lohnt! Ich würde sie „etwas weniger bekannt“ nennen. Für Paris-Insider gibt es wahrscheinlich keine Geheimnisse mehr, wenn es um Sightseeing geht. Für Paris-Neulinge aber bietet diese Liste eine Menge Inspiration, wenn ihr mit den Paris Highlights bereits durch seid!

Weniger bekannte Paris Sehenswürdigkeiten

Eiffelturm, Louvre und Sacré Coeur stehen auf jeder guten TOP 10 Liste, wenn es um Sehenswürdigkeiten in Paris geht. Die nachfolgenden Sehenswürdigkeiten sind etwas weniger bekannt und stehen bei einem ersten oder sehr kurzen Paris-Besuch in der Regel nicht unbedingt ganz oben auf dem Sightseeing-Plan.

1. Die Orangerie

Das Orangerie Museum liegt im Tuileriengarten mitten im Zentrum von Paris. In der Orangerie können die Seerosenbilder von Claude Monet bewundert werden. Das Gebäude wurde im Jahr 1852 als Winterschutz für Zitrusbäume gebaut. 1927 eröffnete in der ehemaligen Orangerie das heutige Museum, nachdem Monet selbst seine beeindruckenden Bilder der Seerosen im Jahr 1918 dem Land Frankreich vermacht hatte.

Orangerie Museum Tuileriengarten

Ca. 70 Kilometer von Paris entfernt liegt Giverny, ein kleines Dorf mit knapp 500 Einwohnern, in dem Monet den Großteil seines Lebens verbracht hat. Warum sich ein Besuch in Giverny lohnt, könnt ihr in meinem Artikel zum Besuch in Giverny nachlesen.

Die Orangerie ist mit der Metrolinie 1 (Station Concorde) zu erreichen.

  • 12,50 Euro (Erwachsene)
  • 10 Euro (vergünstigt)
  • Gratis (unter 18-Jährige, EU-Bürger unter 26 Jahren, behinderte Personen und ihre Begleitperson
  • Jeden 1. Sonntag im Monat ist das Museum für alle Besucher kostenlos.
Die Orangerie ist von Mittwoch bis Montag von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Am 1. Mai, 14. Juli (vormittags) und dem 25. Dezember ist das Museum geschlossen.
Übersichtsartikel zur Orangerie

2. Der Grand und Petit Palais

Der Grand und der Petit Palais nahe der Champs-Elysées sind ehemalige Ausstellungshallen der Weltausstellung von 1900. Heute werden diese herausragenden Gebäude anderweitig genutzt. Der im Stil der Belle Epoque erbaute Grand Palais ist durch sein immenses Glasdach unverkennbar. Heute ist er Schauplatz temporärer Kunstausstellungen und Modenschauen zur Pariser Fashion Week.

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Im Grand Palais befindet sich außerdem das Wissenschaftsmuseum, der Palais de la Découverte. Seit 2009 stehen auf dem Dach des Grand Palais Bienenstöcke, deren Honig als „Miel de Paris“, als Honig aus Paris, im Handel erhältlich ist. Der Petit Palais auf der gegenüberliegenden Straßenseite beherbergt das Museum der schönen Künste.

Die ehemaligen Ausstellungshallen liegen an der Metrostation Champs-Elysées-Clémenceau (Linie 1).

Die Preise im Grand Palais variieren je nach Ausstellung, in der Regel liegen sie um die 14 Euro. Der vergünstigte Preis beträgt meist 10 Euro. Die Dauerausstellung im Petit Palais ist kostenlos, ihr müsst lediglich für die temporären Ausstellungen zahlen.

Der Grand Palais ist von Sonntag bis Montag von 10 bis 20 Uhr, von Mittwoch bis Samstag von 10 Uhr bis 22 Uhr geöffnet. Der Petit Palais ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet, freitags sind die temporären Ausstellungen bis 21 Uhr zu besichtigen. Beide Palais sind an nationalen Feiertagen geschlossen.
Übersichtsartikel zum Grand/ Petit Palais

3. Der Place des Vosges

Der Place des Vosges soll laut Pariser Einwohnern der schönste Platz der ganzen Stadt sein. Es lohnt sich sehr den gleichzeitig auch ältesten Platz der Stadt zu besichtigen, der zwischen 1605 und 1612 angelegt wurde. Der Vogesenplatz beeindruckt durch seine einheitliche Platzgestaltung, was zur damaligen Zeit eine bauliche Neuerung darstellte. Nie zuvor wurde ein Platz zu allen Seiten einheitlich angelegt.

Paris Place des Vosges

Im Sommer erfreut sich der Place des Vosges großer Beliebtheit. Kinder spielen in der Sandgrube und Pariser und Paris-Besucher können sich auf den Rasenflächen des Platzes niederlassen, was in der Regel in Pariser Gärten und Parks sonst nicht erlaubt ist!

Der Place des Vosges ist mit der Metrolinie 1 (Saint-Paul) oder der Linie 8 (Chemin Vert) erreichbar.
Da es sich um einen öffentlichen Platz handelt, ist der Zugang um Vogesenplatz kostenlos.

Der Place des Vosges hat verschiedene Öffnungszeiten: Er öffnet in der Früh um 8 Uhr oder 9 Uhr je nach Saison und schließt abends gegen 20:30/21:30 Uhr. In der Wintersaison wird er bereits gegen 18 Uhr geschlossen.

Übersichtsartikel zum Place des Vosges

4. Die Madeleine Kirche

Die Madeleine, die äußerlich einem römischen Tempel ähnelt, wurde unter Napoleon Bonaparte in Auftrag gegeben. Er widmete die Madeleine dem Ruhm seiner Grande Armée im Jahre 1806. Aufgrund zahlreicher politischer Änderungen Ende des 18. Anfang des 19. Jahrhunderts hat sich der Zweck des Monumentes mehrfach geändert.

Madeleine Kirche Paris

1837 wurde die Madeleine als Bahnhof genutzt, bevor sie 1845 ihre heutige Funktion als Pfarrkirche annahm. In der Kirche fanden u.a. Totenmessen für Marlene Dietrich (1992), Frédéric Chopin, Josephine Baker, Jacques Offenbach und  Coco Chanel statt.

Die Madeleine Kirche ist über die gleichnamige Metrostation Madeleine (Linie 8, 12 und 14) zu erreichen.
Der Eintritt in die Madeleine Kirche in Paris ist kostenlos.
Die Madeleine könnt ihr jeden Tag von 9:30 bis 19 Uhr besuchen.
Übersichtsartikel zur Madeleine Kirche

5. Die Grande Arche im Businessviertel La Défense

La Défense bezeichnet das Finanz- und Wirtschaftsviertel von Paris, das sich vor den Toren der Stadt befindet. Es erinnert stark an die Skyline vieler anderer Großstädte und stellt einen auffälligen Kontrast zum Pariser Stadtzentrum dar. Im Zentrum von Paris ist es per Gesetz untersagt, hoch zu bauen, daher steht La Défense genau an der Zentrumsgrenze des Pariser Stadtkerns.

Paris la Défense Grande Arche Schild

La Défense ist für Paris-Besucher interessant, da sich dort das Einkaufszentrum Les Quatre Temps befindet, das auch sonntags geöffnet ist. Außerdem könnt ihr auf den neumodernen Triumphbogen, die Grande Arche de la Défense, hinauffahren und einen freien Blick in 110 Meter Höhe auf die historische Achse der Stadt Paris genießen.

La Défense ist mit der Metrolinie 1 (Esplanade de la Défense) oder der RER A (La Défense) zu erreichen. Aber aufgepasst: Die Metro liegt in Zone 2, die RER in Zone 3!
  • 15 Euro (Erwachsene)
  • 10 Euro (Studenten zw. 19-26 Jahre)
  • 7 Euro (Kinder 3-18 Jahre)
  • 12 Euro (Ü65, Personen mit Behinderung)
Das Kaufhaus Les Quatre Temps in La Defense ist von Montag bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Die Grande Arche de la Défense könnt ihr jeden Tag von 10 bis 19 Uhr besuchen, die letzte Auffahrt ist um 18:30 Uhr.
Übersichtsartikel zum La Défense

6. Die Conciergerie

Die Conciergerie ist Teil des Justizpalastes. Früher war sie die Residenz der französischen Könige, später als Parlament Symbol der königlichen Macht. Zur Französischen Revolution wurde die Conciergerie zum Gericht der Revolutionäre (1793). Wer hier stand, dem war der Tod durch die Guillotine fast sicher.

Conciergerie in Paris

Personen wie Marie Antoinette, Robbespierre und Danton wurden in der Conciergerie als Gefangene gehalten und später guillotiniert. Heute könnt ihr während eines Besuchs der Conciergerie den Saal der Waffenträger, den Saal der Wachen und ein ehemaliges Küchengebäude besichtigen. Zudem wurden einige Revolutionsräume nachgebaut, u.a. die Zelle von Marie-Anoinette.

Die Conciergerie liegt nahe der Metrolinie 4 (Station Cité). Gleich nebenan befindet sich die Sainte Chapelle, eine sehenswerte Palastkapelle aus dem 13. Jahrhundert.
  • 9,50 Euro (Erwachsene)
  • 7,50 Euro (vergünstigt)
  • Gratis (unter 18-jährige, EU-Bürger unter 26 Jahren, behinderte Personen)
Die Conciergerie ist von Montag bis Sonntag von 9:30 bis 18 Uhr geöffnet. Am 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember allerdings ist sie geschlossen.
Übersichtsartikel zur Conciergerie

7. Der Jardin du Luxembourg

Der 23 Hektar große Stadtpark von Paris ist vor allem bei Familien, Joggern, Studenten der naheliegenden Sorbonne und Paris-Besuchern sehr beliebt. Er wurde Anfang des 17. Jahrhunderts auf Initiative von Maria von Medici als Garten des Palais du Luxembourg angelegt. Im Park stehen zahlreiche Statuen von Tieren und bekannten Persönlichkeiten.

Jardin du Luxembourg Bild 10

Im Jardin du Luxembourg befinden sich außerdem der Senat im Palais du Luxembourg, das Musée du Luxembourg, mehrere Gewächshäuser und eine Orangerie, in der Zitrusbäume, Palmen und Rosen in den Wintermonaten untergestellt werden. Der Luxemburgpark lädt zum Entspannen an seinen Wasserbecken, auf Parkbänken und den typisch grünen Stühlen der Pariser Parks und Gärten ein.

Der Jardin du Luxembourg liegt an der RER B Station Luxembourg.

Der Besuch des Jardin du Luxembourg ist kostenlos.
Die Öffnungszeiten des Jardin du Luxembourg variieren sehr stark je nach Jahreszeit. Morgens macht der Park frühestens um 7:30 und spätestens um 8:15 Uhr auf. Abends schließt er zwischen 16:30/45 Uhr (November, Dezember, Januar) und 21:30 Uhr (im Sommer).
Übersichtsartikel zum Jardin du Luxembourg

8. Das Rodin Museum

Das Rodin Museum ist prima mit einem Besuch des Invalidendoms zu verbinden, der sich in unmittelbarer Nähe des Museums befindet. Es stellt seit 1919 die Werke des französischen Bildhauers Auguste Rodin aus, von denen das Bekannteste „Der Denker“ ist.

Der Denker Rodin Museum Paris

Darüber hinaus beherbergt das Museum Werke seiner langjährigen Freundin, der Bildhauerin Camille Claudel, sowie Stücke aus seiner privaten Sammlung u.a. von van Gogh. Das Musée Rodin liegt in einem alten Stadtpalast und besticht durch seinen majestätischen Gärten, die einen tollen Blick auf einige bekannte Pariser Sehenswürdigkeiten bieten.

Die nächste Metrostation am Rodin Museum heißt Varenne (Linie 13).
  • 12 Euro (Erwachsene)
  • 6 Euro Audioguide
  • Gratis (unter 18-Jährige, unter 26-Jährige EU-Bürger, Personen mit Behinderung sowie 1 Begleitperson)
  • Gratis für alle immer am 1. Sonntag im Monat zwischen Oktober und März
  • Dienstag ist Sonntag von 10-18:30 Uhr, Schließung der Kassen um 17:30 Uhr
  • Montag Ruhetag
  • Geschlossen am 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember
Übersichtsartikel zum Rodin Museum

9. Die Sainte Chapelle

Die Sainte Chapelle ist eine ehemalige Palastkapelle aus dem 13. Jahrhundert. Sie befindet sich auf dem Gelände des Pariser Justizpalastes und kann mit einem Besuch der Conciergerie oder Notre-Dame verbunden werden. Aktuell ist die Kathedrale jedoch wegen dem Brand im April 2019 geschlossen.

La Sainte Chapelle

Die Sainte Chapelle erstreckt sich über zwei Etagen, die untere Etage diente dem einfachen Volk, die obere Etage war für den König und dessen Entourage reserviert. Letztere beeindruckt vor allem durch ihre 15 Meter hohen Buntglasfenster, die eine außergewöhnliche Atmosphäre schaffen.

Die Sainte Chapelle liegt in der Nähe der Metrostation Cité (Linie 4).
  • 11,50 Euro (Erwachsene)
  • 17 Euro (Kombiticket für die Conciergerie und Sainte-Chapelle)
  • Gratis (unter 18-Jährige, unter 26-Jährige EU-Bürger, Personen mit Behinderung)
Jeden Tag von 9 bis 17 Uhr.
Übersichtsartikel zur Saint-Chapelle

10. Der Jardin des Plantes

Einen Steinwurf vom Panthéon und dem Quartier Latin entfernt, findet ihr dieses unglaubliche Stück Natur im Herzen der Stadt. Der Jardin des Plantes existiert seit dem 17. Jahrhundert und bietet euch eine schöne Pause, weitab vom Trubel der französischen Hauptstadt. Dieser 2,5 Hektar große Garten hat aber noch mehr anzubieten: Der Jardin des Plantes ist nämlich ein wissenschaftlicher Garten, in dem ihr kleine botanische Gärten, Gewächshäuser und ein Naturkundemuseum findet. Ideal für einen Nachmittag mit Kindern!

Jardin des Plantes

Am schönste ist es, sich einfach treiben und überraschen zu lassen. Beim Spaziergang durch den Jardin des Plantes könnt ihr zum Beispiel einen 315 Jahre alten Pistazienbaum, Gewächshäuser aus dem 19. Jahrhundert und die Menagerie, einen kleinen Zoo, entdecken. Im bereits angsprochenen Naturkundemuseum könnt ihr mehr als 55 Millionen Exponate u.a Dinosaurierskelette, ausgestopfte Tiere und andere Fossilien begutachten. Dieses Museum wurde 1793 gegründet und ist das drittgrößte Naturkundemuseums der Welt. Besonders beeindruckend ist die Evolutionsgalerie.

Der Jardin des Plantes und das Museum befinden sich nahe der Stationen Gare d’Austerlitz (Metro 5 & 10 und RER C) und Jussieu (Metro 7).
Der Besuch des Jardin des Plantes ist kostenlos. Der Zugang zum Zoo kostet:

  • 13€ (Erwachsene)
  • 10€ (vergünstigt)
  • Freier Eintritt für Kinder unter 3 Jahre

Der Garten ist täglich geöffnet. Die Öffnungszeiten variieren je nach Jahreszeiten. Er macht frühestens um 7 Uhr, spätestens 8 Uhr auf. Abends schließt er um 17 Uhr (im Winter) bzw. um 20 Uhr (im Sommer).

Die Öffnungszeiten des Zoos variieren auch je nach Jahreszeiten. Der Zoo macht jeden Tag um 9 Uhr auf. Abends schließt er zwischen 17 Uhr und 18:30 Uhr.

Mehr Infos zum Naturkundemuseum

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