Vorsicht in Paris: 10 Paris Orte, die man lieber meiden sollte!

geschrieben von am 04.08.2016 in Wissenswertes/ Tipps mit 50 Kommentare

Paris hat für jeden etwas zu bieten: Es gibt weltberühmte Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm und Notre-Dame, es gibt historische Bauwerke, Mode und Luxus. Aber wie jede Großstadt hat auch das strahlende Paris seine Schattenseiten. Orte, die man in Paris unbedingt meiden sollte? Gibt es so etwas überhaupt? Bei der Vorbereitung meines Artikels bin ich über viele Artikel gestolpert, die fast schon hetzerische Titel trugen wie „Welche Paris Bezirke meiden“, „Welche Orte in Paris meiden“ oder „Paris: Welche Arrondissements lieber meiden“. Manche geben Tipps, welche Stadtteile Touristen in Paris meiden sollten, einzelne gehen sogar soweit, ganze Vororte als unbesuchbar zu erklären!

Eiffelturm Paris

Ich bin nicht der Meinung, dass es Orte in Paris gibt, die man UNBEDINGT meiden sollte! Aber es gibt Orte, die man zumindest zu bestimmten Uhrzeiten oder Anlässen lieber umgehen sollte. Welche das sind, erfahrt ihr in diesem Artikel!

Tipps und Infos zu Paris Orten, die man meiden sollte

Wie bereits angesprochen, bin ich kein Verfechter kategorischer Aussagen wie beispielsweise, dieses Viertel solltet ihr in Paris unbedingt meiden oder in diesen Stadtteil von Paris würde ich lieber nicht gehen. Das ist absolute Panikmache und so nicht richtig! Ich habe euch eine Liste erstellt mit Orten, die man zu einer bestimmten Tageszeit oder Saison, zu einer bestimmten Uhrzeit oder bei besonderen Großveranstaltungen in Paris meiden sollte!

1. Die nördlichen Viertel von Paris wie Barbès-Rochechouart und Chateau Rouge lieber meiden!

Der Norden von Paris und damit sind Pariser Viertel wie Barbès-Rochechouart, Château Rouge und Château d‘eau um die gleichnamigen Metrostationen gemeint, gehören zu den Pariser Vierteln, die viele Einheimische und Besucher lieber meiden. Dort ist es oft ziemlich schmutzig und vor allem abends kann man dort auf dubiose Gestalten treffen, denen man im Dunkeln nicht unbedingt begegnen möchte. Nach den Pariser Terroranschlägen im Januar 2015 hat der amerikanische Sender Fox News diese Viertel sogar als „No-go Zonen“ eingestuft, was jedoch völliger Unsinn gewesen ist. Dennoch handelt sich um Viertel, die nicht zu den schönsten von Paris zu zählen sind. Für viele Touristen entsprechen die nördlichen Pariser Viertel nicht dem Idealbild, was sie von Paris haben. Es sind bunte Einwanderer-Viertel, die seit dem Wirtschaftswunder nach dem 2. Weltkrieg von Einwanderern aus Afrika (Nordafrika) bewohnt werden. Von einem Kulturkreis kann man hier in den nächsten stolpern, was beispielsweise für Fans von afrikanischem Essen sehr interessant sein kann. Besonders abends kommen jedoch die Probleme und die Armut, die dem Viertel eigen sind, zum Vorschein.

2. Die Metrostation Châtelet in Paris beim Umsteigen lieber meiden!

Die Metrostation Châtelet bildet zusammen mit Les Halles einen riesigen Verkehrsknotenpunkt mitten in Paris. Jeden Tag benutzen mehr als 700.000 Menschen diesen Bahnhof. Jeder, der die Pariser Metro gut kennt, tut sein Möglichstes, um ein Umsteigen in Châtelet zu vermeiden. Der Bahnhof Les Halles ist noch überschaubar, Châtelet allerdings ist ein einziges Labyrinth. Es gibt zwei mehr als 150 Meter lange Rollteppiche, um das Umsteigen in Châtelet etwas erträglicher zu machen. Dazu kommen zahlreiche Treppen, die einen erst hinunter und gleich wieder hinauf führen, bevor es dann wieder hinunter zum Gleis geht. In Châtelet treffen die Metrolinien 1, 4, 7, 11, 14 aufeinander, die Linien 7 und 11 liegen mehrere hundert Meter von den anderen entfernt. Ein französisches Satiremagazin hat einmal getitelt, dass es Reisende geben soll, die mehrere Jahre durch Châtelet geirrt sind. So schlimm ist es zum Glück nicht, aber ein Pariser meidet so gut es geht das Umsteigen in Châtelet.

3. Einen Teil des Park Bois de Boulogne in Paris nachts lieber meiden!

Der Bois de Boulogne hat zwei ganz unterschiedliche Gesichter. Tagsüber ist er ein Paradies für JoggerFahrradfahrer und Familien, die sich im Grünen entspannen und den Tag genießen möchten. Es gibt zudem zwei romantische Seen im Bois de Boulogne, einen Freizeitpark für Kinder und seit kurzem auch das moderne Museum Fondation Louis Vuitton. Sobald jedoch die Sonne untergeht, ist von all dem nicht mehr viel zu sehen. Die Familien, Kunstfans und Radfahrer machen den Weg für Paris größten Straßenstrich frei. Auch wenn in Frankreich die Freier eine saftige Geldstrafe riskieren, boomt hier nachts das Gewerbe. Von daher solltet ihr nachts vermeintliche romantische Spaziergänge im Bois de Boulogne eher vermeiden.

4. Die Pariser Kaufhäuser zur Weihnachtszeit lieber meiden!

Als große Kaufhäuser von Paris bezeichnet man die weltbekannte Galeries Lafayette, das Printemps gleich nebenan und den Bon Marché auf der südlichen Seite der Seine. Die ersten beiden Kaufhäuser liegen auf dem Boulevard Haussmann hinter der klassischen Opéra Garnier. Auch, wenn die großen Kaufhäuser von Paris keine Orte sind, die man per se meiden sollte, so wird es gerade in der Weihnachtszeit dort oft unangenehm voll. Viele Geschäfte in Paris öffnen im Dezember auch sonntags, um wirklich jedem die Möglichkeit zu bieten, seine Weihnachtseinkäufe zu tätigen. So kommt es, dass die Adventswochenenden in der Galeries Lafayette und dem Printemps völlig überlaufen sind, selbst auf den Bürgersteigen davor hat man Schwierigkeiten, überhaupt nur durchzukommen. Den Höhepunkt erreicht das weihnachtliche Treiben dann am 23. und 24. Dezember. Zur Weihnachtszeit gibt es übrigens noch mehr Taschendiebe als sonst in den Pariser Kaufhäusern. Unbedingt aufpassen!

5. Das schlechteste Hotel von Paris solltet ihr für euren Urlaub lieber meiden!

Ein gutes Hotel in einer fremden Stadt zu finden, kann einem manchmal echtes Kopfzerbrechen bereiten. Aber zum Glück gibt es heute im Internet allerhand Seiten, auf denen Reisende ihre Meinung zu Hotels inkl. Lage, Sauberkeit, Ausstattung und Freundlichkeit des Personals abgeben können. Dies hat dazu geführt, dass die bekannte Plattform Tripadvisor das schlechteste Hotel von Paris küren konnte. Unglaublich, aber wahr, es gibt ein Hotel in Paris, dass so schlechte Noten bekommen hat, dass es auf dem letzten Platz der besten Hotels in Paris gelandet ist. Die Lage des Hotels des Arts scheint der einzig positive Punkt zu sein, es liegt nämlich in der Nähe der Opéra Garnier. In den vielen Kommentaren und Bewertungen auf Tripadvisor beschweren sich die Gäste immer wieder über die Unhöflichkeit des Personals, die dreckigen Zimmer mit fleckiger, alter Wäsche und das fehlende Bad im Zimmer. Für das schlechteste Hotel in Paris zahlt man pro Nacht ca. 50 Euro.

6. Das schlechteste Restaurant von Paris solltet ihr lieber meiden!

Neben dem schlechtesten Hotel von Paris gibt es auch das schlechteste Restaurant von Paris. Normalerweise sind alle Restauranttipps, die ich euch gebe, von mir getestet. Allerdings habe ich mir die Erfahrungen im schlechtesten Restaurant von Paris geschenkt und mir die Kundenbewertungen durchgelesen. Das schlechteste Restaurant von Paris liegt in Bercy Village, einer animierten kleinen Straße, in der scheinbar alle Restaurants besser sind als die „Compagnie des Crêpes“. Dem Namen nach verspricht die Karte Crêpes in süßer und herzhafter Variante, auch Fisch und Fleischgerichte stehen auch auf dem Menü. Aber alles ist laut Besuchern des Restaurants ungenießbar, so schreibt jemand zum Beispiel, dass selbst das Nutella-Crêpe ungenießbar gewesen sei. Und das muss man erstmal schaffen… Auf Nachfrage der französischen Tageszeitung „Le Figaro“ gab der Besitzer des schlechtesten Restaurants von Paris an, sich von den durchweg schlechten Bewertungen nicht stören zu lassen.

7. Das Pariser Viertel Saint-Michel solltet ihr wirklich meiden! Das ist kein Spaß!

In unmittelbarer Nähe der Pariser Metrostation Saint-Michel liegt eine wahre Touristenhochburg: Kleine verwinkelte Gässchen, in denen sich ein Restaurant an das nächste reiht. Alle Restaurants in Saint-Michel preisen „original französische Speisen“ an und versuchen Kunden in ihre Restaurants zu locken. Wenn die Karten der Restaurants schon Bilder haben und die Gerichte in allen möglichen Sprachen aufgelistet sind, sollten eure Alarmglocken läuten. Meine Warnung gilt vorwiegend für die Straßen Rue Xavier Privas und Rue de la Huchette, in der sich Restaurants und Souvenirshops aneinanderreihen. Vor einiger Zeit hat sich eine französische Journalistin als Küchenhilfe in einem dieser Restaurants einstellen lassen und konnte so mit versteckter Kamera filmen, was viele für nicht möglich gehalten hätten. So konnte man im französischen Fernsehen sehen, dass ein billiger Fusel, der nicht mehr als 1 Euro kostet, in Weinflaschen mit teuren Etiketten umgefüllt wird. Dieser Billigwein wird Touristen dann für 15 Euro und mehr angeboten. Auch konnte man sehen, dass die Hygiene in der Küche stark zu Wünschen übrig lässt. Nahrung, die aus Versehen mal auf den Boden gefallen ist, wurde mit einem alten triefenden Küchentuch abgewischt und wieder auf den Teller gelegt! Paris hat unendlich viele schöne Restaurants zu bieten, aber definitiv nicht in Saint-Michel in Paris!

8. Die Champs-Elysées in Paris bei Großveranstaltungen lieber meiden!

All diejenigen, die großen Menschenmassen lieber aus dem Weg gehen, sollten Großveranstaltungen auf der Champs-Elysées in Paris meiden. Dazu gehören zum Beispiel der Französische Nationalfeiertag, die Ankunft der Tour de France sowie Silvester und diverse Siegesfeiern nach sportlichen Großevents. Bei all diesen Veranstaltungen ist die Champs-Elysées brechend voll. Die ersten Schaulustigen gehen meist schon früh morgens auf die Champs-Elysées, um sich einen möglichst guten Platz zu sichern, so zum Beispiel für die Militärparade am 14. Juli oder die letzte Etappe der Tour de France. Richtig unangenehm wird es an Silvester und bei Fußballsiegen. Der Alkohol fließt in Strömen und nach einiger Zeit beginnen Schlägereien und die Schaufenster der Geschäfte werden eingeschlagen. Zu Beginn sind solche Veranstaltungen noch recht angenehm, alle wollen feiern, so weiter die Stunde jedoch voranschreitet, umso wahrscheinlicher wird es, dass die Situation umschlägt.

9. Die Paris Metro zur Rushhour lieber meiden, sei denn, man mag es kuschelig warm!

Metro fahren zur Rush Hour in Paris kann schnell zu einer Zerreißprobe werden. Wenn gefühlt alle Pariser an die Arbeit fahren oder am Abend alle so schnell wie möglich wieder nach Hause wollen, kann es in der Pariser Metro schnell sehr eng werden. Die sprichwörtliche Sardinenbüchse wird auf einmal Realität. Wenn ihr die Zeit habt, solltet ihr versuchen, die Rush Hour in Paris zu umgehen und in dieser Zeit lieber eine Sehenswürdigkeit besichtigen oder einen Spaziergang zu Fuß planen. Manchmal kann es auch schon helfen, eine Metro auszulassen und erst die nächste Bahn  zu nehmen, die in der Rush Hour mit 1 oder 2 Minute Intervall nicht lange auf sich warten lässt. Die meisten werden nämlich versuchen, sich in die erste Metro zu quetschen, wenn aber gleich danach schon eine zweite kommt, ist diese manchmal nicht ganz so voll.

10. Das Wachsfigurenkabinett Musée Grévin in Paris lieber meiden!

Das Musée Grévin ist das Wachsfigurenkabinett von Paris. Auf den ersten Blick sieht es nach einem interessanten Museum aus. Aber das Preis-Leistungs-Verhältnis ist nicht wirklich gut. Die ausgestellten Wachsfiguren zeigen vor allem französische Berühmtheiten und so fehlen uns oft die Vergleichspunkte mit dem Original. Dafür ist es ganz schön teuer, denn für Besucher ab 18 Jahren kostet das Eintrittsticket 24,50 Euro. Immerhin gibt es auf der Internetseite des Wachsfigurenkabinetts Tickets mit einem Rabatt von bis zu 26 Prozent. Für eine Familie mit Kindern nimmt der Besuch im Musée Grévin in Paris einen großen Platz im Budget ein und ehrlich gesagt, lohnt es sich nicht wirklich.

Rikschafahrer am Eiffelturm

In ganz Paris sieht man immer wieder Rikscha-Fahrer, die Touristen ihre Fahrdienste vor verschiedenen Pariser Sehenswürdigkeiten anbieten. Leider sind diese Angebote meist Abzocken für sorglose Touristen. So werden zum Beispiel auf einer Preisliste Preise angegeben, die zeigen sollen, wie viel es kostet, um zu den verschiedenen Pariser Sehenswürdigkeiten zu fahren. Was einem anfänglich aber verschwiegen wird, ist, dass sich der Preis nur auf eine Person bezieht und nicht auf die Fahrt. Vorsicht also vor den Rikscha-Fahrern!

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50 Leser-Kommentare

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  1. Alexandra sagt:

    Hallo,
    jetzt muss ich doch noch mal nachfragen. Wir sind nächste Woche im Hotel Pullman Bercy, in welcher Metro Zone liegt der Stadtteil Bercy? Da wir nur 2 Tage da sind, werden wir uns nur im Zentrum bewegen.. Allerdings kommen wir mit dem Flieger am Airport CDG an. Welches METRO Tickes macht da sinn? Vielen Dank für Eure Hilfe.
    Liebe Grüße
    Alexandra

  2. Alexandra sagt:

    Hallo Denise, eure Seite ist super hilfreich. Vielen Dank dafür:)).
    Jetzt hätte ich noch eine Frage. Ich bin im Hotel Pullmann, Stadteil Bercy. Die beste Verbindung vom CDG Airport ist der Quibus, oder? Wo ich sicher nicht hin essen gehe, weiß ich dank eurer Seite jetzt. Liebe Grüße Alexandra

    • Hallo Alexandra,

      Mit dem Ouibus zahlst du noch mal extra. Wenn du eh ein Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel hast, kannst du von Bercy aus mit der Metrolinie 14 (Richtung Saint-Lazare) bis Châtelet fahren und dort dann in die RER B Richtung Flughafen umsteigen.

      VG, Denise und das HelpTourists Team.

  3. Modi sagt:

    Hallo zusammen,

    wie kommt man am besten vom Flughafen CDG zum Hotel Oceania Paris, Port de Versailles, 52 Rue dÓradour-sur-Flane, 75015 Paris?

    Viele Grüße Modi

    • Anne von HelpTourists sagt:

      Hallo Modi,
      da gibt es leider keine direkte Verbindung, dazu musst du zunächst mit der RER B bis Saint-Michel Notre-Dame fahren. Dort steigst du auf die Metro der Linie 4 um und fährst bis Gare Montparnasse. Dort steigst du noch einmal um auf die Metrolinie 12 um bis Porte de Versailles.
      VG, Denise und das HelpTourists Team.

  4. Kerstin B. sagt:

    Hallo,

    ich habe eben in Vorbereitung unserer Paris-Reise Ende Mai eure wirklich sehr interessante Seite entdeckt.

    Kannst du mir sagen, wie man am besten vom Flughafen CDG zum Hotel Beaurepaire, 31, rue Albert Thomas, 75010 Paris, kommt.
    Kannst du dieses Hotel empfehlen? Wie haben über Secret Escapes gebucht und haben viele gute Bewertungen gelesen.
    Was hältst du von dem Wochenpass, wo man ein Passbild dabei haben muss und was hältst du von einer Tour mit Guide durch Montmartre und Sacré-Coeur, die man im Netz buchen kann?

    Viele Fragen, ich weiß aber wir wollen keine bösen Überraschungen erleben..

    Danke für deine Antwort!

    Liebe Grüße
    Kerstin

    • Anne von HelpTourists sagt:

      Hallo Kerstin,
      am besten fahrt ihr mit der RER B bis Gare du Nord und steigt dort in die Metrolinie 5 um.
      Ich denke, dies ist ein ordentliches Hotel, es handelt sich um ein schönes und lebendiges Viertel, hier könnt ihr mehr über das Viertel nachlesen.
      Der Wochenpass Navigo Découverte ist ideal, wenn ihr im Zeitraum zwischen Mo-So in Paris seid.
      Die beste Tour durch Montmartre mit Sacré Coeur gibt es natürlich bei uns 😉 wenn dich das Angebot interessiert, schreib uns doch eine Mail an denise@helptourists.com und wir können einen Tag und Uhrzeit für eine Führung ausmachen.
      VG, Denise und das HelpTourists Team.

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